Telefonkonzerne Telia und Sonera fusionieren

26. März 2002, 16:53
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Schweden und Finnen werden zur Nummer eins in Skandinavien

Die beiden staatlich kontrollierten Telefonkonzerne Telia aus Schweden und Sonera aus Finnland fusionieren. Wie Sonera am Dienstag in Helsinki mitteilte, soll dadurch der größte Telefonanbieter in Skandinavien entstehen. Die neue Gesellschaft mit Sitz in Stockholm hat insgesamt einen Umsatz von neun Mrd. Euro und 34.000 Beschäftigte.

1,5 zu 1

Sonera-Aktionäre bekommen der Vereinbarung zufolge 1,5 Telia-Aktien für einen ihrer Anteilsscheine. Telia werde damit nach der Fusion pro forma für 64 Prozent an der gemeinsamen Gesellschaft stehen und Sonera für 36 Prozent. Ein neuer Name werde noch gesucht. Sowohl die schwedische wie auch die finnische Regierung hätten dem Zusammenschluss zugestimmt, erklärte Sonera weiter. Beide Staaten wollten ihre Anteile an dem neuen Unternehmen in den kommenden fünf Jahren reduzieren. Sonera ist derzeit zu 52,8 Prozent in Staatsbesitz, Telia sogar zu 70 Prozent.

8,1 Millionen Kunden

Zusammen haben beide Firmen 8,1 Millionen Mobilfunkkunden und betreuen 7,6 Millionen Anschlüsse im Festnetz. Bei Branchenkennern wurde die hoch verschuldete Sonera als eigentlicher Gewinner der Fusion gesehen, beide Firmen rutschten an der Börse jedoch ins Minus. Während das finnische Papier rund 0,3 Prozent verlor, betrug das Minus der Telia-Aktie am Nachmittag rund 7,6 Prozent.

Auf dem deutschen Markt ist Sonera über den Mobilfunkanbieter Quam, ein Gemeinschaftsunternehmen mit der spanischen Telefonica, vertreten. Über Quam halten die Partner gemeinsam eine von sechs UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland.(APA/AFP)

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