Djukanovic beharrt auf Unabhängigkeit Montenegros

26. März 2002, 15:21
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Abkommen zur Umgestaltung der Beziehungen mit Serbien "Übergangslösung"

Podgorica - Der Präsident Montenegros, Milo Djukanovic, strebt weiter eine Unabhängigkeit seiner Republik von Jugoslawien an. Das von der Europäische Union vermittelte Abkommen zur Umgestaltung der Beziehungen zwischen Montenegro und Serbien sei eine "Übergangsregelung" in Richtung einer "vollen Unabhängigkeit", sagte Djukanovic am Dienstag vor dem Parlament in Podgorica.

Das Abkommen sei das Beste, was im bestehenden politischen Umfeld in Montenegro, der Region und Europa zu erreichen gewesen sei. Deswegen habe er die Abgeordneten aufgerufen, dem Plan zuzustimmen, sagte Djukanovic. Das Parlament wird die Debatte an diesem Mittwoch beginnen. Das Abkommen sieht einen Verzicht Montenegros auf eine sofortige Unabhängigkeit vor und verschiebt die Lösung der Krise in der jugoslawischen Föderation um drei Jahre. Wegen der Zustimmung Djukanovics zum EU-Plan hat seine Regierung die Mehrheit im Parlament verloren: Der Liberale Bund, der für die sofortige Unabhängigkeit Montenegros eintritt, hat ihr die Unterstützung aufgekündigt. (APA/dpa)

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