Argentinien-Krise belastet Telefonica auch im ersten Quartal

26. März 2002, 13:11
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Handy-Sparte muss 131 Millionen Euro abschreiben

Die Bilanz der Telefonica SA, Madrid, wird auch im ersten Quartal 2002 unter dem anhaltenden Kursverfall des argentinischen Peso leiden. Wie Telefonica Moviles, die Handysparte des Unternehmen, am Montagabend in einer Pflichtmitteilung an die Madrider Wertpapierkommission CNMV mitteilte, wird beim derzeitigen Wechselkurs von 3,1 Peso pro Dollar der Nettogewinn im Mobilfunkgeschäft im ersten Halbjahr um 40 Mill. Euro geschmälert.

Abschreibungen von 131 Millionen Euro

Zugleich müsse die Handysparte auf ihre argentinischen Buchwerte von derzeit knapp 500 Mill. Euro Abschreibungen in Höhe von 131 Mill. Euro vornehmen, die jedoch erfolgsneutral sein werden, da sie mit stillen Reserven verrechnet werden können. Über die genauen Auswirkungen der Argentinienkrise auf den Gesamtkonzern wollte Telefonica keine genauen Angaben machen.

Nettogewinn reduziert sich um 16 Prozent

Das Unternehmen hatte bereits Ende Februar mitgeteilt, dass die Bilanz im ersten Quartal weiter belastet würde, sollte der Kursverfall des Peso anhalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr reduzierte sich der Nettogewinn von Telefonica hauptsächlich wegen der Argentinien-Krise um knapp 16 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Das südamerikanische Land trägt rund zwölf Prozent zum Betriebsergebnis des Konzerns bei, der Buchwert der Telefonica-Investitionen in Argentinien summiert sich auf 3,6 Mrd. Euro.(APA/vwd)

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