Sommerzeitumstellung verursacht Frühjahrsmüdigkeit

29. März 2002, 14:10
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Ab Sonntag müssen wir eine Stunde früher aus den Federn

Wien - Mit dem Begriff Frühjahrsmüdigkeit können die ÖsterreicherInnen an diesem Sonntag ganz bestimmt etwas anfangen: Die Sommerzeit stiehlt uns um 2.00 Uhr eine ganze Stunde, indem die Zeiger auf 3.00 Uhr "springen". Doch kein Leid ohne Freude: Längeres Verweilen beim Heurigen wird schon bald abends mit einem zusätzlichen Stündchen Sonne belohnt.

Langes Aufbleiben ist übrigens nicht notwendig: Die Chronometer können schon vor dem Schlafengehen umgestellt werden. Oder man lässt sich von einer Funkuhr die Arbeit abnehmen. Pünktlichst wird das Zeitsignal aus der Nähe von Frankfurt die Zeiger wandern lassen. Möglich macht dies ein Langwellensender mit einer Mindestreichweite von 1.500 Kilometern, der Funkuhren auf den weltweit genauesten Chronometer abstimmt.

Die Sommerzeit wurde 1973 im Zuge der Ölkrise eingeführt, um Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang. Heute würde die Grand Nation allerdings gerne wieder aus der EU-Reihe tanzen. Paris wünscht sich das ganze Jahr über die gleiche Zeit, weil es die große Mehrheit der Bevölkerung nach Umfragen so möchte.

Doch die Sommerzeitregelung wurde vom EU-Parlament bis 2006 fix festgelegt: Demnach beginnt sie in jedem Mitgliedsland am letzten Sonntag im März um 2.00 Uhr MEZ und endet am letzten Oktober-Sonntag um 3.00 Uhr MESZ.

2002: 31. März bis 27. Oktober 2003: 30. März bis 26. Oktober 2004: 28. März bis 31. Oktober 2005: 27. März bis 30. Oktober 2006: 26. März bis 29. Oktober (APA)

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