Mögliches Aus für gratis Webinfo

26. März 2002, 12:54
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Verzehnfachung des Contentumsatzes bis 2007

Informationen und Content im Internet - bisher weitgehend gratis - sollen künftig die Kassen klingeln lassen. Nach Einschätzung des internationalen Marktforschers Jupiter MMXI sollen die Erlöse aus dem Handel mit Internet-Content bis 2007 in Europa auf 2,4 Milliarden Euro ansteigen.

Doppelt so viel Umsatz sollen Services im mobilen Internet via Handy bringen. Schon jetzt würden vor allem mit Klingelmelodien und Logos fürs Handy rund 590 Millionen Euro im Jahr im Mobilen Contenthandel via Internet umgesetzt, so Jupiter in einer neuen Analyse.

Durchschnittlich 2,1 Euro pro Jahr für Internetinhalte

Mit Internetinhalten via PC hingegen sind im vergangenen Jahr laut Marktforschung 2001 in Europa erst 243 Millionen Euro Umsatz generiert worden. Die derzeit rund 120 Millionen westeuropäischen Internetnutzer würden damit im durchschnitt gerade 2,1 Euro im Jahr für Internetinhalte ausgeben. Kein nennenswertes europäisches Unternehmen biete derzeit kostenpflichtige Internetinhalte an.

600.000 zahlende Subscriber für Web-Site der Wall Street Journal

In den USA sei die Situation bereits anders: Allein das Wall Street Journal habe auf seiner Web-Seite bereits 600.000 zahlende Subscriber, die Webseite RealOne von RealNetworks verzeichnete rund 400.000 Kunden und Sony Everquest 413.000 zahlende User.

Zahlungsbereitschaft gering

Derzeit sei die Zahlungsbereitschaft für Internetcontent in Europa allerdings noch relativ gering. 47 Prozent schließen noch aus, für Inhalte aus dem Web Geld auszugeben. Interesse ortet der Marktforscher derzeit lediglich für Musik aus dem Internet: 16 Prozent wären laut jüngster Umfrage bereit, für Web-Musik zu zahlen. (APA)

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