Saddam Hussein zahlt für palästinensische Attentäter

26. März 2002, 06:39
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Schecks für Familien als Anreiz für neue Selbstmordattentäter

Sydney - Der irakische Diktator Saddam Hussein hat den Familien palästinensischer Selbstmordattentäter einem Zeitungsbericht zufolge umgerechnet rund 570.000 Euro gezahlt. Die öffentliche Übergabe der Schecks am Montag in Tulkarem im Westjordanland habe als Anreiz für weitere potenzielle Märtyrer dienen sollen, berichtete die australische Tageszeitung "Sydney Morning Herald" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf einen irakischen Sprecher. Witwen und Familien von Selbstmordattentätern hätten jeweils 25.000 Dollar (rund 28.500 Euro) erhalten, Angehörige von Opfern der gewaltsamen Zusammenstöße mit der israelischen Armee bekamen demnach 10.000 Dollar. Insgesamt hätten die irakischen Vertreter bei der Veranstaltung 47 Familien ausgezahlt.

Seit Beginn der zweiten Intifada im September 2000 habe Saddam Hussein den palästinensischen Hinterbliebenen insgesamt bereits mehr als zehn Millionen Dollar gezahlt, berichtete die Zeitung weiter. Bisher sei das Geld stets privat ausgezahlt worden. (APA)

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