Leichter Gewinnrückgang für Generali

25. März 2002, 22:44
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Dividende wird trotzdem erhöht - Schwache Aktienmärkte und Argentinien-Krise

Mailand - Der Nettogewinn des italienischen Versicherungskonzerns Generali ist 2001 wie von Analysten erwartet geringfügig gesunken. Dennoch kündigte das Unternehmen die Anhebung der Dividende um 8,4 Prozent auf 0,28 Euro je Aktie an. Das Ergebnis sei auf 1,1 von 1,152 Milliarden Euro im Vorjahr zurückgegangen, teilte der drittgrößte europäische Versicherer am Montag in Mailand mit. Analysten hatten im Durchschnitt 1,12 Milliarden Euro vorausgesagt.

Generali begründete die Entwicklung mit den schwachen Aktienmärkten und Rückstellungen von 103 Millionen Euro für Beteiligungen im krisengeschüttelten Argentinien. Die Generali-Aktie legten am Montag an der Börse in Mailand gegen den Markttrend um 0,21 Prozent auf 28,48 Euro zu.

Anleger hatten Gewinnrückgang erwartet

Anleger hatten einen Rückgang des Gewinns bereits in Rechnung gestellt, nachdem Generali im Februar mitgeteilt hatte, eine Risikovorsorge von 100 Millionen Euro für ihr Argentinien-Engagement zu bilden. Der Versicherer hält dort 47,5 Prozent an der größten argentinischen Versicherungsgruppe Caja de Ahorro y Seguro.

Weiter teilte das Unternehmen mit, die konsolidierten Prämieneinnahmen hätten 2001 auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent auf 45,56 Milliarden Euro zugenommen. Im Lebensversicherungsgeschäft habe die Steigerung 7,3 Prozent auf 28 Milliarden und in der Sachversicherungs-Sparte 4,6 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro betragen. Diese Zahlen entsprachen weitgehend den im Februar vorgelegten vorläufigen Berechnungen.

Weitere Informationen, vor allem zu den Zielen von Generali für 2002, erwarten Analysten von einer für Mitte April geplanten Analystenkonferenz des Unternehmens. (APA/Reuters)

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