Bono sagt für angeklagten REM-Gitarristen Buck aus

26. März 2002, 22:53
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U2-Frontmann: Habe Buck in seinem ganzen Leben noch nicht betrunken erlebt

London - U2-Frontmann Bono ist dem Gitarristen der US-Band REM überraschend vor Gericht beigesprungen. Der Sänger der irischen Rockgruppe beteuerte am Montag vor Richtern in London, er habe den Gitarristen Peter Buck in seinem ganzen Leben noch nicht betrunken erlebt.

Buck soll betrunken randaliert haben

Sein Kollege halte sich von Drogen fern, sei absolut friedlich und halte familiäre Werte in Ehren. Buck steht in Großbritannien vor Gericht, weil er während eines Fluges mit British Airways von Seattle nach London im vergangenen April im betrunkenen Zustand randaliert haben soll.

Bono: Buck ist berühmt für seine friedliche Art

Bono betonte, er kenne Buck seit 17 Jahren und habe seinen Ohren nicht getraut, als er von den Vorwürfen hörte. Er habe sich entschlossen, für den Gitarristen auszusagen, weil er berühmt für seine friedliche Art sei.

Flugbegleiterinnen mit Joghurt übergossen

Zuvor hatten mehrere Zeugen ausgesagt, Buck habe während des Fluges gläserweise Rotwein getrunken und anschließend zwei Flugbegleiterinnen angegriffen und mit Joghurt übergossen. Der sturzbetrunkene Musiker soll versucht haben, eine CD in einen Essenstrolley einzulegen, wobei er Geschirr und Essen über den Kabinenfußboden kippte.

Buck berichtet von geistigem Blackout

Zeugen zufolge musste Buck von der Kabinentür weggezerrt werden, nachdem er in 35.000 Fuß Höhe über dem Atlantik ankündigte, er wolle jetzt nach Hause. Der 45-Jährige sagte aus, er habe kurz nach Besteigen des Flugzeugs eine Schlaftablette genommen. Anschließend habe er ein geistiges Blackout erlitten, das anhielt, bis er schließlich auf einer Polizeiwache wieder zu sich kam. (APA)

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