Fünf Tote bei religiösen Unruhen in Nordindien

25. März 2002, 20:26
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Polizei beschoss Demonstration

Jodhpur - Bei Zusammenstößen zwischen Hindus und Moslems im nordindischen Unionsstaat Rajasthan sind fünf Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben griffen rechtsgerichtete Hindus am Montag in Gangapur eine Prozession schiitischer Moslems an und bewarfen sie mit Steinen. Sicherheitskräfte erschossen fünf Gewalttäter, 45 Polizisten und 25 Demonstranten wurden verletzt. Ein Polizeisprecher erklärte, die Sicherheitskräfte hätten zur Waffe gegriffen, nachdem Tränengas und Schlagstöcke gegen den randalierenden Mob wirkungslos blieben. Die Regierung verhängte eine Ausgangssperre.

Ende Februar waren bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Religionsgruppen im westindischen Bundesstaat Gujarat mehr als 700 Menschen getötet worden. Ausgelöst wurden die Unruhen durch einen moslemischen Überfall auf einen mit Hindus besetzten Zug. (APA)

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