Warnstreiks in Ostdeutschland

26. März 2002, 13:01
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IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt

Berlin/Augsburg - Die IG Metall hat am Dienstag ihre Warnstreiks in Ostdeutschland fortgesetzt. Betroffen waren nach Mitteilung einer Gewerkschaftssprecherin auch die Siemens AG, Alstom Power und Otis im Ostteil Berlins. An einem Autokorso in die Mitte der Hauptstadt nahmen nach Polizeiangaben 250 Metaller teil. Am frühen Morgen hätten rund 200 Metaller im brandenburgischen Industriepark Spreewerk Lübben und im Bombardier-Werk im sächsischen Niesky die Warnstreiks vom Vortag fortgesetzt, berichtete die Gewerkschaft.

Auch im bayerischen Augsburg rief die IG Metall vor Beginn der vierten Verhandlungsrunde zu einer Kundgebung auf. Für die 730.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Freistaat fordert die IG-Metall - wie in den anderen Tarifbezirken - 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Verhandelt wird auch über einen Entgeltrahmen zur Angleichung von Arbeiter-Löhnen und Angestellten-Gehältern. Die Arbeitgeber haben jeweils zwei Prozent Erhöhung für 2002 und 2003 angeboten.

Am Montag hatten in Brandenburg und Sachsen mehr als 5.000 Beschäftigte für eine Stunde die Arbeit niedergelegt.(APA/dpa)

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