Andersen und KPMG streben Kooperation in Zentraleuropa an

25. März 2002, 17:33
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Verhandlungen über eine weltweite Fusion werden fortgesetzt

Prag - Die zentraleuropäischen Bereiche der Prüfungs- und Beratungsfirmen KPMG und Andersen streben nach eigenen Angaben eine gemeinsame Zusammenarbeit ab 1. Oktober an. Zugleich werden einer Mitteilung der Unternehmen zufolge die Verhandlungen über eine weltweite Fusion fortgesetzt.

So bald wie möglich

"Trotz der komplexen Natur der Verhandlungen ist es Ziel, so bald wie möglich ein Abkommen abzuschließen mit der Perspektive, die Operationen zum 1. Oktober zusammenzuschließen", hieß es in der Mitteilung. Es sei vereinbart worden, dass beide Firmen vorerst den Namen KPMG nutzten, doch solle dies durch Marktuntersuchungen überprüft werden. Andersen werde ein unabhängiges Unternehmen bleiben, hieß es weiter.

Die internationalen Bereiche von KPMG und Andersen hatten bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, sie arbeiteten daran, die Operationen beider Firmen in Europa, Afrika, dem Nahen Osten, Kanada, Asien und Lateinamerika zusammenzuschließen.

Behinderung der Justiz

Andersen muss sich derzeit wegen Behinderung der Justiz in den USA vor Gericht verantworten. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Andersen-Prüfer hätten noch nach Beginn der staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen den zusammengebrochenen Energiehändler Enron Akten vernichtet. (APA/Reuters)

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