Südkorea lehnt Gespräche mit streikender Gewerkschaft ab

26. März 2002, 06:17
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Akzeptierung der Privatisierungen als Vorbedingung

Seoul - Die südkoreanische Regierung hat Gespräche mit der streikenden Energiegewerkschaft des Landes abgelehnt, solang diese nicht die geplanten Privatisierungen akzeptiert. "Obwohl sie diesmal nicht über die Privatisierung reden wollen, werden sie sicherlich diesen Punkt später wieder ins Gespräch bringen", sagte ein Regierungssprecher. "Dann sind wir wieder am Anfang. Das darf nicht geschehen."

Der staatliche Energiekonzern KEPCO wird seit Wochen bestreikt. Am Montag hatte die Gewerkschaft der Regierung Gespräche angeboten, bei denen die strittige Privatisierung des Konzerns ausgeklammert werden sollte. Der Streik ließe sich so möglicherweise beenden, sagte ein Gewerkschaftsvertreter. Die Privatisierung staatlicher Unternehmen ist ein Kernstück der Politik der südkoreanischen Regierung unter Präsident Kim Dae Jung. (APA/Reuters)

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