Semperit: Kaufangebot verzögert

25. März 2002, 16:03
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Maschinenabbau in Traiskirchen steht bevor

Wien - Der österreichische Industrielle Mirko Kovats, Kaufinteressent für das vor der Schließung stehende Semperit-Reifenwerk in Traiskirchen, hat dem Continental-Konzern noch kein Angebot gelegt, obwohl Conti bis Ende vergangener Woche Details über die Vorstellungen des möglichen Käufers haben wollte. Es handle sich bei dieser Fristvorgabe aber "nicht um eine Deadline im juristischen Sinn", hatte ein Conti-Sprecher am Freitag den Termin relativiert. Kovats will nach eigenem Bekunden in den nächsten Tagen sein Anbot legen.

Abtransport in den nächsten Tagen

Ob die Chancen für die Semperit-Übernahme intakt seien "kann ich nicht beurteilen", hielt sich Kovats bedeckt. Für Semperit-Betriebsrat Alfred Artmäuer "schaut die Sache nicht gut aus". Artmäuer erwartet für die nächsten Tage den Abtransport der Maschinen für die (konventionelle) Produktion von Lkw-Reifen. Die moderneren so genannten SAV-Maschinen - ebenfalls zur Produktion von Lkw-Reifen - sollen vorerst in Traiskirchen bleiben. Conti hat seine prinzipielle Bereitschaft bekundet, diese Maschinen an einen Investor zu verkaufen. Physischer Widerstand gegen einen Abtransport der zweistufigen Lkw-Reifen-Anlagen dürfte nicht zu erwarten sein.

Semperit will neben einem akzeptablen Verkaufspreis auch die Zusicherung eines künftigen Investors erreichen, im Bedarfsfall für den Sozialplan aufzukommen. Markenrechte an Semperit würden keine vergeben, hieß es. (APA)

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