Vergewaltigung am Cobenzl

25. März 2002, 17:22
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Frau in Kastenwagen missbraucht - Opfer hatte seit zwei Wochen Drohungen erhalten

Wien - Nach einer Vergewaltigung am Cobenzl in Döbling sucht die Wiener Polizei nach Zeugen. Eine 41-jährige Frau ist am Freitagabend entführt und in einem weißen Kastenwagen missbraucht worden. Bei dem Täter handelt es sich um einen auffallend großen Mann (mindestens 1,90 Meter), das Kfz wurde von einem Komplizen gelenkt. Hinweise nehmen die Beamten der Gruppe Jandl im Sicherheitsbüro unter der Nummer 01/313-46 DW 36110 entgegen.

Mann mit Maske

Die Dolmetscherin hatte am Freitag kurz nach 18.00 Uhr ein Lokal auf der Grinzinger Straße verlassen. Sie telefonierte in ihrem Auto, einem BMW, als sich plötzlich der mit einer schwarzen Maske getarnte Unbekannte auf den Nebensitz drängte und seinem Opfer ein Messer an den Hals hielt. Die Frau musste zu einem Parkplatz beim Krapfwaldlbad fahren und dann in den Kleinbus umsteigen, berichtete Dr. Hannes Scherz vom Sicherheitsbüro.

In dem eckigen Kastenwagen (mit Doppeltür hinten) schlug der Entführer die 41-Jährige, riss ihr die Kleider vom Leib und vergewaltigte sie. Auf der Höhenstraße kurz nach der Abzweigung Cobenzl Richtung Kahlenberg warf der Mann die verletzte Frau aus dem Fahrzeug. Nach einiger Zeit hielt ein Auto, der Lenker brachte die Dolmetscherin zum Wachzimmer in der Billrothstraße.

Geplanter Überfall

"Es handelt sich vermutlich nicht um Zufallstäter", betonte Scherz. Denn die Frau hatte seit zwei Wochen Drohungen erhalten. Die Unbekannten hinterlegten zum Beispiel bei dem BMW ein Stofftier mit abgeschnittenem Hals sowie Zettel mit Beschimpfungen. Das Opfer konnte bei ihrer Einvernahme niemanden nennen, dem sie so eine Tat zutrauen würde.

Der Freund der 41-Jährigen hatte übrigens nach den Drohungen eine Videokamera installiert, um den Zettelschreiber ausfindig zu machen. Der Täter zertrümmerte allerdings das Gerät und zerstörte auch die Kassette. (APA)

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