Auch größtes Eisschelf der Antarktis kann instabil werden

25. März 2002, 17:54
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Ross-Eisschelf so groß wie Frankreich - Experten warnen vor dem Abbrechen weiterer riesiger Eismassen

Wellington - In der Antarktis könnten sich nach Ansicht von Wissenschaftern weitere riesige Eismassen lösen. Die jüngsten Berichte über ein Auseinanderbrechen des Larsen-B-Eisschelfs müssten als Alarmzeichen gewertet werden, sagte der neuseeländische Forscher Tim Naish vom Institut für Geologische und Nukleare Wissenschaften.

Auch die Stabilität des größten Eisschelfs der Antarktis, des Ross-Eisschelfs, sei fraglich, sagte Naish. Das Ross-Eisschelf umfasst eine Fläche von 536.000 Quadratkilometern und ist damit fast so groß wie Frankreich. Sogar ein partielles Auseinanderbrechen dieses Schelfs hätte weltweite Auswirkungen, warnte Naish, da es die Meeresströmungen und das Klima erheblich beeinflussen würde.

Ähnlich äußerte sich der US-Wissenschafter Ted Scambos vom Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrum der Universität von Colorado. Manche Eisschelfe der Antarktis seien dem Kollaps näher als bisher vermutet, sagte Scambos. (APA/AP)

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