Palästinenser bei Einmarsch israelischer Truppen in Rafah getötet

25. März 2002, 06:29
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Hillary Clinton kritisiert Arafat

Gaza - Beim Einmarsch der israelischen Armee im Westjordanland haben Soldaten einen Palästinenser erschossen. Drei weitere Palästinenser seien bei der Militäraktion in Rafah im südlichen Westjordanland verletzt worden, teilten palästinensische Sicherheitskräfte am Montag mit. Die Israelis drangen mit etwa 15 Panzern und zwei Bulldozern mehrere hundert Meter in den Ort ein und lieferten sich dort Schusswechsel mit Palästinensern.

Zuvor hatten radikale Palästinenser am Sonntagabend im Westjordanland eine israelische Zivilistin in ihrem Auto erschossen. Wie die israelische Armee mitteilte, eröffneten die Täter nahe der jüdischen Siedlung Bei Hagai bei Hebron aus einem Fahrzeug heraus das Feuer. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Die New Yorker Senatorin und frühere First Lady der USA, Hillary Clinton, hat auf einer pro-israelischen Kundgebung scharfe Kritik am palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat geübt. "Er hat als Führer versagt. Er ist unfähig und unwillig gewesen, die Kräfte der Gewalt und des Terrorismus zu zügeln", sagte Clinton vor mehreren hundert Demonstranten in Manhattan. Über Satellit war auch der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon aus Jerusalem zugeschaltet, ebenso wie Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel aus Florida.

Sharon lobte US-Präsident George W. Bush für seinen Kampf gegen den Terrorismus. Die enge Verbindung zwischen Israel und den USA, die auf gemeinsamen Werten und Interessen basiere, werde angesichts dieser Herausforderungen sicherlich noch stärker und tiefer, sagte Sharon. (APA)

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