Ferrari - Börsegang binnen zwei Jahren wahrscheinlich

24. März 2002, 19:33
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Maserati soll heuer Gewinnschwelle erreichen - Fiat hält 90 Prozent an Ferrari

Neapel - Der Rennwagen-Hersteller Ferrari könnte nach den Worten von Gründersohn und Großaktionär Piero Lardi-Ferrari in den kommenden zwei Jahren an die Börse gehen. "Die Gruppe prüft diese Möglichkeit. Es ist wahrscheinlich, das der Börsengang innerhalb von zwei Jahren beginnen kann", sagte der Sohn von Enzo Ferrari am Wochenende in Neapel. Er bestätigte damit frühere Aussagen von Firmen-Chef Luca Cordero di Montezemolo.

"Im kommenden Jahr wird Maserati (als Teil des Konzerns) die Gewinnschwelle erreichen und seine Gesundung vollenden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Gruppe solide sein und es wird möglich, die Transaktion zu beginnen", sagte Lardi-Ferrari.

Die Aktien würden voraussichtlich bei Ferrari-Fans großen Anklang finden, die Maßnahme stehe aber nicht in direktem Zusammenhang mit den sportlichen Aktivitäten der italienischen Gruppe, fügte er hinzu.

Eine Entscheidung über einen möglichen Börsengang sei Sache der Ferrari-Teilhaber, hatte di Montezemolo jüngst gesagt. Der von der Agnelli-Familie kontrollierte Turiner Auto-Konzern Fiat hält 90 Prozent an Ferrari, der Rest liegt in den Händen der Ferrari-Familie. Ferrari war mit seinem deutschen Spitzenfahrer Michael Schumacher in den vergangenen beiden Jahren Weltmeister in der Formel 1 geworden. (APA/Reuters)

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