Ferrari mit dem neuen Boliden nach Brasilien

25. März 2002, 13:29
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Schumacher optimistisch, aber "hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben"

Stuttgart - Die heiß ersehnte Rennpremiere des neuen Ferrari steigert Michael Schumachers Zuversicht für den Formel-1- Grand Prix von Brasilien. "Der F2002 ist nun mal schneller als unser F2001", teilte der vierfache Weltmeister mit.

"Ich war schon vorher optimistisch, dass wir in Brasilien um den Sieg mitfahren könnten, nun bin ich sogar noch etwas optimistischer." Als er von der Entscheidung des Teams gehört habe, den neuen Roten Renner am Sonntag beim dritten Saisonlauf einzusetzen, habe er sich "natürlich gefreut".

Nur zwei Punkte Vorsprung

Nach dem souveränen Doppelerfolg der beiden Williams-BMW- Konkurrenten Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya in Malaysia steht der WM-Spitzenreiter mächtig unter Druck. Vor Sao Paulo hat Michael Schumacher (14 Punkte) nur zwei Zähler Vorsprung vor dem Kolumbianer (12) und 4 vor seinem Bruder (10). Zudem gilt die 4,309 km lange, Mensch und Material extrem belastende Buckelpiste, auf der gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, als Williams-BMW-Strecke.

Italienische Medien sind sich deshalb sicher, dass der um seine Vormachtstellung fürchtende "Schumi I" massiven Druck auf sein Team ausgeübt habe, endlich den sieben bis acht Zehntelsekunden pro Runde schnelleren F2002 fahren zu können. "Der Weltmeister hat darauf bestanden", titelte das Fachblatt "La Gazzetta dello Sport". Weil Williams-BMW so starke Fortschritte gemacht habe, habe der 33-Jährige seinen Rennleiter Jean Todt und dessen Stab überzeugt, in Sao Paulo auf das neue Auto zu setzen.

"Keine hundertprozentige Sicherheit"

Die Entscheidung, nur mit einem neuen Ferrari für ihn und dem erprobten und modifizierten Vorjahresmodell für Rubens Barrichello anzutreten, teilt Schumacher voll und ganz. "Natürlich kann es nie eine hundertprozentige Sicherheit geben." sagte der 54-malige Grand- Prix-Sieger.(APA/dpa)

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