Verkehrschaos in Tirol auf Fernpassroute nach wie vor angespannt

24. März 2002, 17:07
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In übrigen Landesteilen reibungsloses Weiterkommen

Innsbruck/Vorarlberg - Die Verkehrssituation auf der Fernpassbundesstraße im Tiroler Außerfern ist nach wie vor angespannt, sagte Bezirkskommandant Eugen Lorenz am Nachmittag gegenüber der APA. Inzwischen sei nicht mehr die Witterung der Grund für das Chaos, sondern die Dichte des Verkehrs. Im übrigen Land herrsche zwar reger, aber reibungsloser Verkehr, teilte die Gendarmerie mit.

Da manche der Reisenden noch Ketten montiert hätten, obwohl inzwischen keine Pflicht mehr bestehe, trage deren langsames Tempo von 20 bis 30 Stundenkilometern zu den Verkehrsstockungen bei, sagte Lorenz. Von Deutschland Richtung Süden sei der Verkehr bis Heiterwang zähfließend. In umgekehrter Fahrtrichtung gebe es nur ein langsames Weiterkommen durch "Stopp and Go". Ab der Grenze staue sich der Verkehr auf deutscher Seite über eine Länge von sechs Kilometern. Einen Stillstand gebe es auch zwischen Heiterwang und Reutte.

Eine Wiederholung eines Notquartier-Szenarios wie in der Nacht auf Samstag sei nach wie vor nicht auszuschließen. Nachdem sich auf Grund des Wintereinbruches die Situation derart zugespitzt hatte, dass ein Weiterkommen unmöglich geworden war, wurde für 380 Reisende, darunter 30 Kinder, in Reutte eine provisorische Übernachtungsmöglichkeit in der Hauptschule und bei der Rettung eingerichtet.

50 Zentimeter Neuschnee in Vorarlberg

Rund 50 Zentimeter Neuschnee sind seit Samstag im Arlberggebiet und Hinteren Bregenzerwald gefallen. Sämtliche höher gelegene Bergstraßen in diesen Regionen sind nur mit Winterreifen befahrbar. Die Gendarmerie rät den Autofahrern, Schneeketten mitzuführen. Auf der Arlbergstraße sind am Samstag zahlreiche Autos "hängen geblieben". In Stuben kam es zu Karambolagen, bei denen aber niemand verletzt wurde und nur geringer Sachschaden entstand.

Die Lage am Sonntag: Die Arlbergpass-Straße ist ab Stuben nur mit Winterreifen befahrbar, Lkw benötigen Ketten. Zürs und Lech sind über die Flexenpass-Straße ab Stuben nur mit Winterreifen bzw. Ketten erreichbar. Im Hinteren Bregenzerwald herrscht auf der Verbindung Schröcken - Hochtannberg - Warth Winterreifen- bzw. Kettenpflicht. Im Großwalsertal ist die Verbindung Fontanella - Faschina nur mit Winterreifen bzw. Ketten befahrbar. Wintersperre herrscht auf der Silvretta-Hochalpenstraße von Partenen bis Galtür. Die Straße über das Furkajoch von Bad Laterns bis Damüls und die Lechtalstraße von Warth bis Lech sind ebenfalls den ganzen Winter über gesperrt. (APA)

WINTEREINBRUCH UND SOMMERREIFEN
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