Die D-Box als Spielkonsole

24. März 2002, 12:03
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Digitalreceiver des Pay-TV-Senders Premiere lässt sich in einen C64 verwandeln

Der verlustreiche Pay-TV Sender Premiere präsentierte vergangene Woche einen neuen Businessplan, mit dem der Turn-around bis 2004 bewerkstelligt werden soll. Neue Kunden will Premiere vor allem mit einer neuen Programmstruktur und einem Einsteiger-Programm für fünf Euro pro Monat gewinnen.

Box ummodeln

Wer keine Lust auf Filme, Fußball und Formel 1 hat, kann den Receiver auch in ein Linux-Server oder eine Spielkonsole verwandeln. Wie das geht, verrät die Homepage "C64-Emu auf D-Box 2". Dort wird in vier Schritten ("C64EMU-HOWTO's") erklärt, wie man die D-Box in eine "Brotkiste" ummodelt und so Computerspiele aus längst vergessenen Zeiten (Gina Sisters, Winter Games, Ghost and Goblins, ...) neu erleben kann. Ermöglicht wird dies mit einem sogenannten Emulator - einem Programm, das einzelne Chips, Programme oder Betriebssysteme nachahmt.

Die "Brotkiste"

Der 1982 vorgestellte C64 aus dem Hause Commodore, wegen seiner Form einst liebevoll-spöttisch "Brotkiste" genannt, war ausgerüstet mit 64 KByte RAM, einer Grafikauflösung von 320 × 200 Pixel und einem Soundchip, der, so meinen Fans, seiner Zeit voraus war. Zur Markteinführung konnte Commodore auch die ersten Spiele vorlegen, die Nutzen aus der für damalige Verhältnisse üppigen Technik zogen. Zwar existierten zur gleichen Zeit mehrere ähnliche Systeme, aber der C64 setzte sich mit dem günstigeren Preis durch.

Verkaufte sich wie "geschnitten Brot"

Der 64er verkaufte sich rund 22 Millionen Mal und ist somit der wohl erfolgreichste Heimcomputer aller Zeiten. Ein Einblick in das reichhaltige Angebot an C64-Spielen vermittelt http://www.lemon64.com/. Eine Fundgrube, die auch Emulatoren für moderne Multimedia- PCs bereithält. (red)

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