"Himbeeren" für Green und Carey - Schlechteste Schauspieler

24. März 2002, 11:58
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Tom Green stellte sich als erster der Würdigung

Hollywood - Einen Tag vor der Vergabe der Oscars für Hollywoods Bestleistungen sind Tom Green und Mariah Carey mit den gefürchteten "Goldenen Himbeeren" als schlechteste Schauspieler des Jahres bedacht worden. Dem MTV-Moderator und Spaßmacher Green wurden bei der Vergabe der "Golden Raspberrys", die seit mehr als 20 Jahren stets am Vorabend der Oscar-Gala stattfindet, gleich fünf Mal bescheinigt, dass er im zurückliegenden Kino-Jahr kräftig daneben gegriffen hat.

Sein als "Schock-Komödie" deklarierter Streifen "Freddy Got Fingered" wurde am Samstag (Ortszeit) von den rund 500 Mitgliedern der "Golden Raspberry Award Foundation", von denen viele als Komödiendarsteller oder Satiriker ihr Geld verdienen, zum schlechtesten Film gekürt. Neben anderen "Preisen" wurden Green auch die "Himbeeren" als schlechtester Schauspieler, für die schlechteste Regie und das schlechteste Drehbuch zugesprochen. Trotzdem bewies Filmemacher Humor: Er ließ es sich - im Gegensatz zu den anderen "Geehrten" - nicht nehmen, bei der Show im Abracadabra Theater in Santa Monica, unweit von Hollywood, aufzutauchen. Damit war er der erste Hollywood-Star in der "Himbeeren"-Geschichte, der sich der peinlichen Würdigung mit den in Goldfarbe angestrichenen Kunststoff-Trophäen im Wert von umgerechnet sechs Euro pro Stück stellte.

Im Smoking

Green, der im Smoking erschien, wie er bei der Oscar-Verleihung Pflicht ist, sagte: "Ich glaube zwar nicht, dass ich den Preis mehr verdiene als irgendein anderer im Saal, aber ich wollte überhaupt endlich mal einen Preis haben, egal ob einen guten oder einen schlechten." In "Freddy Got Fingered" spielt Green einen Möchtegern- Hollywood-Star, der durch Aktionen wie das Trinken aus einem Kuheuter auf sich aufmerksam macht. Den Ulkfilm hatte der Fernsehsender CNN als das "Schlimmste, was Hollywood jemals hervorgebracht hat" bezeichnet. Auf der nach unten offenen "Himbeeren-Skala" setzte sich der Streifen gegen "Pearl Harbor" und den Musikfilm "Glitter - Glanz eines Stars" durch, für den Mariah Carey die zweifelhafte Ehre zuteil wurde.

Der "Sieg" der Pop-Sängerin ersparte Tom Cruise' neuer Freundin Penelope Cruz ("Blow") die "Himbeer"-Schande ebenso wie Angelina Jolie ("Tomb Raider"), Jennifer Lopez ("Angel Eyes") und Charlize ("Sweet November"). Die Schauspielerinnen hielten sich von der Show fern. Ebenfalls in Abwesenheit wurden Charlton Heston für "Cats & Dogs" und Estella Warren für "Driven" mit "Goldenen Himbeeren" bedacht. Ihnen wurden die Jux-Trophäen als schlechteste Nebendarsteller zugesprochen. Der Fantasy-Thriller "Planet der Affen" wurde als schlechteste Film-Neuauflage "geehrt". (APA/dpa/AP)

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