Kolumbien: FARC-Rebellen stoppen Krankenwagen und töten Verletzten

23. März 2002, 22:17
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Opfer soll Professor sein, der zuvor von den Guerilleros verletzt worden war

Bogota - Kolumbianische FARC-Rebellen haben einen Verletzten aus einem Krankenwagen gezerrt und erschossen. Bei dem Opfer habe es sich um einen Professor gehandelt, der zuvor von den Guerilleros verletzt worden war, teilten die Behörden in der Provinz Antioquia am Samstag mit. Es war bereits das dritte Mal seit Jahresbeginn, dass Mitglieder der marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) Anschläge auf Krankenwagen verübten.

Der schwerste Vorfall ereignete sich am 20. Februar, als eine Brücke vor einem herannahenden Krankenwagen von den FARC gesprengt wurde und das Fahrzeug in das Gewässer stürzte. Dabei starben eine Mutter und ihr Neugeborenes sowie zwei weitere Insassen der Ambulanz. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hatte vergangenes Jahr die Evakuierung Verletzter für Monate eingestellt, nachdem sowohl FARC-Mitglieder als auch recte Paramilitärs verletzte Gegner in den deutlich gekennzeichneten Krankenwagen erschossen hatten. (APA/dpa)

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