"Jedermanns Fest" erhält den Hauptpreis

23. März 2002, 20:30
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Weitere Auszeichnungen gehen an "nogo", "Au clair de la lune" und "a lucia"

Graz - Der Große Diagonale-Preis für den besten österreichischen Kinofilm des Jahres 2001/2002 ist Samstagabend in Graz an den Film "Jedermanns Fest" von Fritz Lehner gegangen". Der Preis ist mit insgesamt 18.140 Euro dotiert. Verliehen wurden noch fünf weitere Auszeichnungen, darunter der Preis für die beste Innovative Produktionsleistung, der heuer erstmals vergeben wurde und an Dor-Film für "nogo" ging.

In die Auswahl für den Großen Diagonale-Preis kommen alle österreichischen Kinofilme, die seit dem 1. Jänner 2001 ihren Kinostart hatten und im Programm der Diagonale 2002 präsentiert wurden oder die ihre Österreich-Premiere auf der Diagonale erlebten. Die Jury bestand aus Barbara Fränzen, Cornelia Klauß, Kurt Palm, Wolfgang Reiter und Rolf Schmid.

Begründung

Ihre Entscheidung für "Jedermanns Fest" begründeten die Juroren damit, dass der Film "ein existenzielles Thema aufgreift, das er vielschichtig und mit starken Metaphern erzählt, die niemals in Banalität und Kitsch abgleiten. Beeindruckt haben uns die ausgezeichnete Kameraarbeit, die inszenatorische Genauigkeit und einzelne Darstellerleistungen. Auch trägt der intelligente Einsatz von Musik- und Geräuschen zu einer überzeugenden dramaturgischen Dichte bei."

Innovation

Erstmals vergeben wurde heuer der Preis für eine Innovative Produktionsleistung eines österreichischen Produzenten für einen Kinofilm. Der mit 10.00 Euro dotierte Preis ging an "nogo" und damit an Dor-Film. "Der Film zeichnet sich durch ein raffiniertes Spiel mit den klassischen dramaturgischen Mustern aus, ohne im Epigonalen zu verharren. Darüber hinaus hat uns die hervorragende schauspielerische Ensembleleistung beeindruckt", so die Jury.

Der Diagonale-Preis Innovatives Kino kürte den besten innovativen Animations-, Avantgarde- oder Kurzfilm 2001/2002. Die Auszeichnung, die an Geld- und Sachpreisen 11.800 Euro einbringt, ging an Michael Palm für "Sea Concrete Human - Malfunctions#1".

Nachwuchskategorie

Die Jugendjury, bestehend aus fünf Schülerinnen und Schülern, vergab den Diagonale-Preis für den besten Nachwuchsfilm an Birgit Foerster für "Au clair de la lune". Ihre Entscheidung erklärten die Jugendlichen folgendermaßen: "Es entstanden Gemeinsamkeiten und wir erkannten, dass Mensch und Natur ein und demselben Rhythmus folgen." Weiters wurde der Preis der ORF-"Kunst-Stücke" für den besten Nachwuchsfilm 2001/2002 vergeben. Die Auszeichnung ging an Julia Lazarus und Ben Pointeker für "a lucia".

Den Diagonale-Preis der Jury der Diözese-Seckau für den besten Dokumentar- oder Kurzspielfilm 2001/2002 ging an Egon Humer für "Amos Vogel. Mosaik im Vertrauen", ein laut Jury "herausragendes Portrait eines Menschenlebens". Der Preis ist mit 3.634 Euro dotiert.(APA)

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