Große Lawinengefahr in Tirol - Skifahrer zu Zurückhaltung aufgerufen

23. März 2002, 14:17
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Lawinenauslösung bereits bei geringer Zusatzbelastung

Innsbruck - Als "groß", mit Stufe "4" auf der fünfteiligen Skala, ist am Samstag die Lawinengefahr in Tirol bewertet worden. So sehr das Tiefschneevergnügen auch locken mag, es erscheine "äußerste" Zurückhaltung beim Befahren von Steilhängen angebracht, so der Lawinenwarndienst.

Die Gefahr wird nach Ansicht der Experten nur langsam zurückgehen. Mit spontanen Lawinenabgängen wurde speziell in den Zillertaler Alpen gerechnet, da hier intensivere Schneefälle erwartet werden, teilte Patrick Nairz mit.

In den Regionen des Arlbergs-Außerferns, der Sivretta-Samnaun, der Ötztaler und Stubaier sowie der Zillertaler Alpen wurde die Lawinengefahr oberhalb von 2.300 Metern als "groß" eingestuft, führte Nairz aus. Grund dafür sei eine "durchwegs sehr störanfällige Neuschneedecke", die mit der Altschneedecke oftmals nur schlecht verbunden sei. Eine Lawinenauslösung sei bereits bei geringer Zusatzbelastung, z.B. durch einen Wintersportler, wahrscheinlich. Unterhalb von etwa 2.300 Metern sowie in den übrigen Lagen herrsche "verbreitet erhebliche", im südlichen Osttirol "mäßige" Lawinengefahr. (APA)

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