Vorarlberger Bergsteigergruppe in Südtirol verunglückt

23. März 2002, 15:56
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Bergführer tot - 16 weitere Menschen sicher ins Tal gebracht

Bozen/Wien - Eine 17-köpfige Bergsteigergruppe aus Vorarlberg ist in der Ortlergruppe in Südtirol verunglückt. Der Bergführer der Alpinisten ist nach Angaben der Bergrettung Sulden umgekommen. Die 16 Personen, die er am Freitagnachmittag in das Gebiet des Eisseepasses auf über 3.000 Meter Seehöhe geführt hatte, sind hingegen Samstagmittag ins Tal gebracht worden. Sie wurden in einer Volksschule in Sulden erstversorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht.

Die 16 dürften inzwischen vermutlich alle außer Lebensgefahr sein, teilte der Sprecher der Bergrettung Sulden, Pfarrer Josef Hurton, am Samstagnachmittag mit. Bei zwei Leuten seien auf Grund des kritischen Zusandes Wiederbelebungsmaßnahmen notwendig gewesen.

PrivatgruppeB

Bei der ursprünglich Gruppe habe es sich um eine Privatgruppe gehandelt. Bei den geretteten Teilnehmern der von den Naturfreunden durchgeführten Ski-Tour handelt es sich um Männer und Frauen im Alter von 32 bis 61 Jahren aus dem Raum Bludenz und Bregenz. Die Identität des tödlich verunglückten Führers der Gruppe wurde noch nicht bekannt gegeben. Nach ersten Informationen der Bergrettung Vorarlberg stammt der Mann wahrscheinlich aus Bludenz.

Nach Auskunft der Landesnotrufzentrale Bozen wurden fünf Personen leicht verletzt, zehn der Tourengeher erlitten mittelschwere Verletzungen, ein Alpinist wurde lebensgefährlich verletzt. Elf Ambulanzen und der Rettungshubschrauber "Pelikan 1" waren an Ort und Stelle, Weißes Kreuz, Bergrettung, Feuerwehr und Carabinieri kümmerten sich um die Verletzten. Zehn Personen wurden ins Krankenhaus Schlanders eingeliefert, der Schwerverletzte und vier weitere Personen wurden ins Krankenhaus Meran gebracht. (APA)

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