Bush erzwang vorzeitige Abreise Castros aus Monterrey

22. März 2002, 22:38
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Mexiko bestreitet US-Druck

Monterrey - Kuba hat die USA beschuldigt, die vorzeitige Abreise von Staats- und Parteichef Fidel Castro während der UN-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung im mexikanischen Monterrey erzwungen zu haben.

Der Präsident des kubanischen Volkskongresses, Ricardo Alarcon, sagte am Freitag, "höchstautorisierte Personen" der mexikanischen Regierung hätten Castro gebeten, gleich nach dem Mittagessen am Donnerstag abzureisen. So sollte eine Begegnung zwischen Castro und US-Präsident George W. Bush am Freitag vermieden werden.

Kein Druck auf Castro

Castro hatte am Donnerstag um die Mittagszeit gesprochen und zum Ende seiner Rede seine Abreise wegen "einer speziellen Situation" angekündigt, die er nicht näher erläuterte. Mexikos Außenminister, Jorge Castaneda, bestritt jedoch, dass irgend ein Druck auf Castro ausgeübt worden sei. Alarcon sagte, die Aussage Castanedas sei "grundfalsch", der Minister müsse es besser wissen.

Bush war erst am späten Donnerstagnachmittag, also nach Castros Abreise in Mexiko eingetroffen, und hatte seine Rede am Freitagmorgen gehalten. Anschließend wollte Bush mit Gastgeber Vicente Fox noch zu bilateralen Gesprächen zusammentreffen. (APA/dpa)

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