Prostitutions-Tagebuch

22. März 2002, 19:23
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Zwölfjährige Chinesin beschreibt Martyrium

Peking - In ihrem Tagebuch hat eine zwölfjährige Chinesin beschrieben, wie sie monatelang zur Prostitution gezwungen wurde. Die Wochenzeitung "Nanfang Zhoumo" veröffentlichte jetzt Ausschnitte des Tagebuchs. Innerhalb von drei Monaten wurde das Mädchen demnach 885 Mal zum Sex gezwungen worden sein.

Unbekannter verkaufte sie an Bordell

Es war dem Bericht zufolge im Mai 2001 nach einem Streit mit seinen Eltern ohne einen Yuan in der Tasche von zu Hause ausgerissen. Ein Mann habe ihr Hilfe angeboten, sie dann aber für 500 Yuan (69 Euro) an eine Bordellwirtin in Quiyang in der Provinz Hunan verkauft. Täglich habe die Zwölfjährige 17 Stunden lang für die Puffmutter arbeiten müssen. Erst im vergangenen August sei es ihr gelungen, ihren Vater anzurufen, der sie aus ihrem Martyrium befreite.

Bestochene Polizisten

Wie das Mädchen seinem Tagebuch anvertraute, wurde es eines Nachts von der Polizei festgenommen. Doch die Polizisten ließen es am nächsten Morgen wieder laufen, nachdem seine Peinigerin die Beamten mit 1.000 Yuan bestach. Anschließend habe die Frau die Polizisten noch für 200 Yuan ins Restaurant eingeladen, schreibt die Zeitung. (APA/AFP)

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