Experten empfehlen mehr Gastprofessuren

22. März 2002, 19:32
posten

Salzburg - Kürzere Studiendauer, erleichterte Anrechenbarkeit, mehr Lehrende aus dem Ausland und eine verstärkte Kooperation unter den Studierenden: Das sind in wenigen Worten die zentralen Empfehlungen einer Expertengruppe an die Rechtswissenschaftliche Fakultät in Salzburg.

Um die Profilbildung für den europäischen Wettbewerb zu verbessern, hat sich die Juridische Fakultät als erste in Österreich einer Evaluierung durch eine internationale Gutachterkommission unterzogen. Der nun vorliegende Rohbericht bescheinigt den Juristen eine "beeindruckende Breite und Intensität" in der Forschung. Bemängelt wird dagegen die Studiendauer. Nur 3,2 Prozent der Studierenden schließen ihr Studium in der gesetzlichen Regelstudiendauer von acht Semestern ab. Um dem abzuhelfen, schlagen die Gutachter die Einführung eines "Credit-Point-System" vor, welches die Anrechenbarkeit von Zeugnissen aus dem oder im Ausland erleichtert. Ebenso könnte die Einführung eines Baccalaureats die Studienzeiten verkürzen, eine Entscheidung darüber soll laut Dekan Walter Berka "in den nächsten sechs Monaten" fallen.

Lobend bewertet die Kommission die Kooperation mit einer amerikanischen Law School, an der Fakultät selbst wären aber mehr ausländische Gastprofessoren wünschenswert. Dissertanten sollten in Gruppen mit mehreren Professoren forschen. Zudem will Berka auch den Studienanfängern mehr Gruppenarbeiten verordnen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23./24.3.2002, stet)

Share if you care.