Schlepper von Haushaltshilfen im Burgenland

22. März 2002, 18:55
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Ermittlungen gegen Fälle organisierter Schwarzarbeit

Eisenstadt - Ermittlungen gegen Schlepperbanden, die sich vor allem darauf spezialisiert haben, Haushalts- und Pflegehilfen aus Osteuropa illegal nach Österreich zu bringen, laufen derzeit im Burgenland. Auch in anderen Bundesländern sei laut Sicherheitsdirektor Erhard Aminger die Soko Grenze Fällen von organisierter Schwarzarbeit im privaten Dienstleistungsbereich auf der Spur, berichtete der ORF Burgenland am Freitag.

Besonders Pflegepersonal

Vor dieser neuen Form des Schlepper-Unwesens warnte auch der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe und Persönlicher Dienst, Rudolf Kaske: Nach Schätzungen der Gewerkschaft sind österreichweit bereits allein im Pflegebereich rund 3.000 bis 4.000 AusländerInnen illegal tätig, sagte Kaske im ORF-Interview.

Der Gewerkschaft gehe es in der Angelegenheit nicht darum, die Nachbarschaftshilfe zu unterbinden, sondern vielmehr um organisierte, illegale Schwarzarbeit, wo Sozial- und Steuerbetrug in großem Stil betrieben würden. "Ich kann bestätigen, dass es den Großraum Eisenstadt betrifft - und zwar einige Dörfer, wo es zu einer Hauskrankenpflege oder zu einer Hilfe im Haushalt gegen entsprechende Belohnung kommen soll", erklärte Aminger gegenüber dem ORF. (APA)

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