RZB hat bereits 75 Prozent der slowenischen Krekova banka

22. März 2002, 18:36
posten

Bank Austria in Slowenien weniger erfolgreich

Laibach - Die österreichische Raiffeisen Zentralbank (RZB) war mit ihrem Angebot für die slowenische Bank Krekova banka ("Kirchenbank") erfolgreich: Bis Donnerstagabend wurden bereits 75,8 Prozent der Krekova-Stammaktien an die Raiffeisen-Beteiligungstochter RIB übertragen. Die hat am Freitagabend gegenüber der APA entsprechende Meldungen im slowenischen Rundfunk bestätigt. Der Erwerb von mindestens 75 Prozent an der Bank war für die RZB eine Bedingung für die angestrebte Übernahme der Bank.

Die 1992 gegründete Krekova banka, mit 1,9 Prozent Marktanteil und einer Bilanzsumme von rund 77 Mrd. Tolar oder 350 Mill. Euro die neuntgrößte Bank Sloweniens, befand sich bisher de facto im Besitz von drei slowenischen Bischofstümern, die insgesamt 98.000 Aktien wurden von 3.000 Aktionären gehalten. 230 Mitarbeiter betreuen in einem landesweiten Netz aus 14 Filialen Kommerz- und Privatkunden.

Wenig Glück für Bank Austria

Weniger erfolgreich in Slowenien war zuletzt die zur deutschen HypoVereinsbank (HVB) gehörende Bank Austria: Die staatliche Privatisierungskommission Sloweniens hat am Donnerstag beschlossen, die Neue Kreditbank Marburg/NKBM, die zweitgrößte Bank des Landes, nun doch nicht zu privatisieren. Medienberichten zufolge galt die österreichische HVB-Tochter vor der italienischen UniCredito als Favorit für die Übernahme von 65 Prozent an der NKBM. Der Regierung hätten die Entwicklungsaussichten der drei Bewerber um die NKBM nicht gereicht, hieß es inoffiziell. Slowenische Zeitungen vermuteten auch politische Hintergründe für die Entscheidung. (APA)

Share if you care.