Serbische Regierung billigt Gefangenentausch mit Kosovo-Albanern

22. März 2002, 18:05
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Bedingung für US-Förderung

Belgrad - Die serbische Regierung hat einen Gefangenenaustausch zwischen Serbien und dem Kosovo gebilligt. In serbischen Gefängnissen befinden sich derzeit 152 Kosovo-Albaner, in den Gefängnissen der Provinz sind 37 Serben inhaftiert. Das Mitglied des Belgrader Koordinierungsausschusses für den Kosovo, Vladimir Bozovic, begründete die entsprechende Verordnung am Freitag mit "sozialen und humanitären Gründen". Der Gefangenenaustausch soll Familienmitgliedern Besuche erleichtern.

Die Begnadigung von albanischen Gefangenen im Kosovo hängt vom Leiter der UNO-Administration ( UNMIK), Michael Steiner, ab. Die Verlegung von inhaftierten Kosovo-Albanern in die Provinz ist eine jener Forderungen, an die der US-Kongress seine diesjährige Finanzhilfe an Belgrad geknüpft hat. Es wird erwartet, dass der Gefangenenaustausch mit Hilfe des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz schon nächste Woche erfolgen dürfe, meldeten Belgrader Medien.(APA)

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