Israelische Polizei hält Palästinenser-Minister vorübergehend fest

22. März 2002, 16:50
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Ziad Abu Ziad hielt sich illegalerweise in Jerusalem auf

Jerusalem - Die israelische Polizei hat in Ostjerusalem den palästinensischen Minister Ziad Abu Ziad festgenommen. Der für Jerusalem zuständige Politiker hätte sich nicht in Jerusalem aufhalten dürfen und werde deshalb nun vernommen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. In den nächsten Stunden werde Abu Ziad wieder freigelassen. Israel hält den Ostteil Jerusalems seit 1967 besetzt.

Eine jüdische Friedensorganisation in den USA kritisiert die israelische Siedlungspolitik in einer ganzseitigen Anzeige in der "New York Times". "No, Mr Sharon!" beginnt der Text, in dem die so genannte Tikkun-Gemeinde für ein Ende der Siedlungen eintritt. Die Organisation fordert außerdem Unterstützung für jene israelischen Offiziere, die den Dienst in den besetzten Gebieten verweigern. Die israelische Politik im Westjordanland und im Gazastreifen sei unmoralisch und bedrohe die israelische Sicherheit.

Die Gruppe ruft zum "Zeichen der Ablehnung der Gewalt auf beiden Seiten und der Besatzung" zu einem Fasttag am 27. März auf. Etwa 500 Menschen haben den Aufruf unterzeichnet. Die Tikkun-Gemeinde bezeichnet sich in der Anzeige als Organisation liberaler und progressiver Juden, die sich für eine "Zweistaatenlösung Israel/Palästina" einsetzt. Sie war nach eigenen Angaben nach den Terroranschlägen am 11. September vergangenen Jahres gegründet worden. (APA/dpa)

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