Analysten: "Vollständige CS-Übernahme würde Sinn machen"

22. März 2002, 16:50
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Aktie auf Allzeithoch

Wien - Die vorläufigen Ergebnisse der Erste Bank zum Geschäftsjahr 2001 haben nicht nur heimische Aktienanalysten überzeugt, sondern auch den Aktienkurs auf ein neues Allzeithoch getrieben. "Die Zahlen sind grundsätzlich sehr zufriedenstellend", meinte Alfred Steiniger von der Raiffeisen Centrobank (RCB), die Ergebnisse hätten seine Erwartungen leicht übertroffen. Die Expansion nach Osteuropa fange nun an Früchte zu tragen und habe das rückläufige Inlandsgeschäft überkompensieren können.

Der RZB-Analyst rechnet damit, dass sich dieser Trend auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen werde. Vor allem von der Ceska Sporitelna (CS) erwartet sich Steiniger neuerlich einen großen Ergebnisbeitrag, während von der Slovenska Sporitelna (SLSP) wegen der Restrukturierung keine großen Zuwächse zu erwarten seien. Auch in Österreich dürfte die Restrukturierung nach der Integration der Tiroler Sparkasse (TiSpa) nur eine leicht positive Entwicklung des Inlandsgeschäfts zulassen.

"Gut unterwegs"

"Die Erste Bank ist gut unterwegs", erklärte Bank Austria-Analyst Peter Breyer. Die Zahlen seien besser als erwartet ausgefallen und hätten den Konsensus um 9 bis 10 Prozent übertroffen. Auch der Ausblick auf 2002 sei gut und lasse weitere Ergebnissteigerungen erwarten.

Ein Aufkauf der verbliebenen CS-Anteile, die noch nicht in Besitz der Erste Bank stehen, durch die Erste-Hauptaktionärin AVS würde für Breyer Sinn machen, allerdings müsse zuerst die Reaktion der CS-Aktionäre auf das Übernahmeangebot abgewartet werden. Bei einer künftigen Übertragung dieser Anteile von der AVS an die Erste Bank werde das Institut allerdings nicht um eine Kapitalerhöhung umhinkommen.

Allzeithoch

Die Investoren scheinen die durchwegs positive Einschätzung der Analysten zu teilen. An der Wiener Börse stiegen die Aktien der Erste Bank bis Freitagnachmittag um 5,2 Prozent auf 68,35 Euro und markierten damit ein neues Allzeithoch.

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