Traiskirchens Bürgermeister übt massive Kritik an Strassers Flüchtligspolitik

22. März 2002, 16:14
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Einsparungen führen zu "gravierender Verschlechterung" der Flüchtlingsbetreuung

St. Pölten - Der Traiskirchner Bürgermeister und Landesrat Fritz Knotzer bemängelt in einer Aussendung des Landtagsklub der SP-Niederösterreich die Flüchtlingspolitik des Innenministers. Laut offiziellen Angaben befänden sich zur Zeit rund 1.000 Flüchtlinge in Traiskirchen. "Vielleicht sind es auch etwas mehr, denn das Innenministerium setzt alles daran, dass keine offiziellen Zahlen an die Öffentlichkeit durchsickern." Faktum sei, so der Landesrat, dass das Flüchtlingslager Traiskirchen hoffnungslos überlastet und dass es zusätzlich durch Einsparungsmaßnahmen seitens des Innenministers zu einer gravierenden Verschlechterung der Betreuung der Flüchtlinge gekommen sei. Während Innenminister Strasser die Situation ganz und gar nicht unter Kontrolle habe, platze das Flüchtlingslager Traiskirchen aus allen Nähten, kritisierte Knotzer.

Strasser werde nicht müde, immer wieder die prekäre Situation in Traiskirchen zu verharmlosen. Die Mißstände durch das überfüllte Flüchtlingslager - sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Bewohner der Stadtgemeinde - seien nicht länger erträglich, meinte der Bürgermeister. (OTS/red)

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