Milzbrand, Pest und Tularämie

24. März 2002, 16:30
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Fachtreffen zur exakten Diagnose der seltenen Erreger in Innsbruck

Innsbruck - Ganz im Zeichen der gefürchteten Infektionskrankheiten Milzbrand, Pest und Tularämie steht am kommenden Montag und Dienstag ein Expertentreffen an der Universität Innsbruck. Fachleute aus Georgien, Deutschland und Österreich diskutieren über die exakte Diagnose der seltenen aber äußerst gefährlichen Erreger, kündigte die Universität am Freitag an.

Die aktuelle Diskussion über Bioterrorismus und biologische Kriegsführung, aber auch das natürliche Vorkommen von Milzbrand-, Pest- oder Tularämieerregern verdeutliche die Notwendigkeit einer sicheren und schnellen Diagnostik für funktionierende Krisenpläne, hieß es in einer Aussendung. Verlässliche Verfahren zur raschen und exakten Bestimmung dieser Krankheitserreger würden deshalb im Mittelpunkt der Tagung stehen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Institut für Hygiene und Sozialmedizin.

Milzbrand auch in Österreich

Noch heute würden selbst in Österreich immer wieder natürliche Milzbranderreger auftreten, wies die Universität hin. Auch die Tularämie, die so genannte Hasenpest, sei in Nordostösterreich weit verbreitet. Pestbazillen würden insbesondere in Ländern wie Tansania, Kongo, Vietnam oder Madagaskar immer wieder zu epidemischen Infektionen führen. Die rege Fernreisetätigkeit lasse ein Einschleppen dieser Erreger nach Österreich nicht ausschließen.

Wissenschafter vom "National Center for Disease Control" in Tiflis sollen während der Tagung vom Auftreten von Anthrax- und Pesterregern in Georgien und Armenien berichten. Im südlichen Kaukasus würden jedes Jahr zahlreiche Infektionsfälle registriert. (APA)

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