Phenomedia macht deutlich weniger Gewinn als erwartet

22. März 2002, 14:35
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Wegen Abschreibungen auf den Forderungsbestand in Höhe von mehr als 5 Millionen Euro

Der Entwickler elektronischer Spiele und "Moorhuhn"-Erfinder Phenomedia hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen Abschreibungen auf Forderungen einen starken Gewinnrückgang verzeichnet und seine bereits nach unten korrigierte Ertragsprognose deutlich verfehlt.

Bewegendes

Nach vorläufigen Zahlen werde sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2001 "voraussichtlich in einem Bereich zwischen einer und zwei Millionen Euro bewegen", teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Freitag mit. Noch im Jänner hatte Phenomedia sein schon revidiertes Ziel bekräftigt, im Konzern einen Betriebsgewinn von 6,9 (Vorjahr: 6,2) Millionen Euro zu erreichen.

Guter Umsatz

Der Umsatz habe sich hingegen über Plan entwickelt und werde bei mehr als 20 Millionrn Euro liegen, hieß es. Angepeilt hatte die Firma Erlöse von 18,7 Millionen Euro nach 16,3 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Abgeschrieben

Phenomedia begründete den Ergebniseinbruch mit notwendigen Abschreibungen auf den Forderungsbestand in Höhe von mehr als fünf Mill. Euro. Unternehmenssprecher Ulf Hausmanns sagte auf Anfrage, die Abschreibungen seien von den Wirtschaftsprüfern empfohlen worden.

Gutes Ergebnis

Vorstandschef Markus Scheer erklärte, trotz veränderter Rahmenbedingungen habe Phenomedia "ein gutes, wenn auch nicht befriedigendes Ergebnis mit schwarzen Zahlen erzielt."

Für das laufende Geschäftsjahr 2002 zeigte sich Scheer optimistisch. Phenomedia habe ein zweistelliges Umsatzwachstum auf "deutlich über 20 Millionen Euro fest im Visier." Beim Ebit werde eine Größenordnung von sieben Millionen Euro angestrebt. (APA/Reuters)

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