Zweigeteilter Drehbuchpreis

22. März 2002, 14:30
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Ursula Wolschlagers "Transit" und Thomas Kleins "Polterabend" ex aequo - Jury kritisiert durchschnittliches Niveau der Einsendungen

Graz - Im Rahmen der "Diagonale" wurde am Freitagnachmittag der Carl-Mayer-Drehbuchpreis verliehen. Der Hauptpreis wurde geteilt und ging in Form von zwei Förderpreisen an "Transit" der Wienerin Ursula Wolschlager und "Polterabend" des Klagenfurters Thomas Klein. Beim mit insgesamt 21.810 Euro dotierten Carl-Mayer-Drehbuchpreis handelt es sich um den höchstdotierten österreichischen Drehbuchpreis. Der Preis wurde in diesem Jahr bereits zum neunten Mal von der Stadt Graz vergeben.

Neben den beiden preisgekrönten Film-Drehbüchern gab es lobende Erwähnungen für "Erlkönig" von Olga Flor aus Graz sowie "Schlafende" von Peter Hörmanseder aus Wien. Der ORF-Preis für fernsehgerechte Stoffe in Form eines Entwicklungsauftrages im Rahmen des Carl Mayer Drehbuchwettbewerbes ging an das Treatment "World Wide Violence" von Daniela Egger aus Bregenz.

Die Jury des Carl Mayer Drehbuchwettbewerbes brachte auch die Mahnung an, dass sie sich in Zukunft von den Autoren und Autorinnen "eine intensivere und vielschichtigere Auseinandersetzung mit dem vorgegebenen Thema und den damit verbundenen Figuren, ihren Motivationen, Konflikten und Widersprüchlichkeiten" wünsche. Weiters erwarte sich die Jury Stoffe, "die ihren Sitz im Leben haben und Charaktere, die in sich stimmig sind". In Anbetracht des diesjährigen Niveaus der Einreichungen - inhaltlich wie formal - fordere man "nachdrücklich eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Handwerk und seinen Gesetzmäßigkeiten". (APA)

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