US-Senat vor Regelung des digitalen Copyright

22. März 2002, 12:45
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Hightech-Industrie soll Kopierschutz liefern - Verletzung von Verbraucherrechten werden befürchtet

Der Handelsausschuss des (Commerce Committee) steht vor der Regelung digitaler Urheberrechte für Internet und Fernsehen. Da sich Unterhaltungs- und Hightech-Industrie in den vergangenen Monaten in dieser Frage nicht einigen konnten, will der US-Kongress nun die Materie gesetzlich regeln, berichtet die "Washington Post" . Die Politik werde sich nach Expertenhearings für einen technischen Standard entscheiden, der den Schutz der Rechteinhaber vor digitalen Raubkopien gewährleistet. Sowohl die Hightech-Industrie als auch Konsumentenschützer stehen einer ausschließlich technischen Lösung der Problematik skeptisch gegenüber.

Industrie braucht einen Anstoß

Der von der US-Wirtschaft lange erwartete "Consumer Broadband and Digital Television Promotion Act" fordert von der Unterhaltungs-, Elektronik und Hightech-Industrie die Einigung auf einen technischen Standard, der digitale Inhalte vor illegalen Kopien schützt. Der Vorsitzende des Commerce Committee, Ernest Hollings, meinte gegenüber der Washington Post: "Um die Verhandlungen der Privatwirtschaft zu beschleunigen, brauchen die Industrien einen Anstoß." Der Gesetzesentwurf des Senats sieht einen Kopierschutz vor, der einerseits illegale Kopien vermeidet, andererseits (z.B. Kopien für den privaten Hausgebrauch) nicht einschränkt. Eine solche Lösung wird von vielen als Utopie gesehen. Hollings betonte, die Möglichkeit für eine private Einigung der Industrien bestehe nach wie vor.

Verletzung von Verbraucherrechten werden befürchtet

Der Unterhaltungssektor tritt vehement für eine technische Lösung auf gesetzlicher Basis ein. Die Hightech-Industrie fordert auch eine Regelung durch den Kongress, betont aber, dass ein 100-prozentiger Kopierschutz nicht möglich sei US-Konsumentenschützer befürchten hingegen eine Verletzung von Verbraucherrechten. (pte)

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