Das Handy ist keine Fun-Maschine

22. März 2002, 12:23
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Studie: Österreicher wollen für nützliche Dienste auch zahlen

"Der Österreicher will sein Handy nicht zum Spielen, sondern um damit nützliche Dinges zu tun", sagt Klaus Grabler, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens Manova. Das ist das Ergebnis einer österreichweiten Umfrage, bei der Manova tausend Österreicher über 14 Jahre befragt hat - um heraus zu finden, welche Dienste die Österreicher für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) erwarten.

Behördenwege über das Handy

68 Prozent der Befragten wollen künftig öffentliche Dienste, also Behördenwege, über das Handy abwickeln. Textnachrichten, Wegweiser sowie der Abruf von Informationen via Handy folgen dicht dahinter. Fun-Angebote wie Spiele, Bilder, Klingeltöne oder Videos rangieren überraschend nicht auf der TOP-Ten der Beliebtheitsskala, obwohl damit die Handyhersteller und Netzbetreiber große Hoffnungen verbinden.

Zwei Drittel "wappen" nie

Dennoch: Die Österreicher sind wach und interessiert an Themen wie UMTS, wissen aber auch genau einzuschätzen, dass viele der angebotenen Dienste nicht funktionieren. Wenig überraschend: WAP, das abgespeckte, mobile Internet via Handy, das vor zwei Jahren eingeführt wurde, ist ein Flop. Zwei Drittel der Handytelefonierer "wappen" überhaupt nie, 17 Prozent nur selten. Und spielen will am Handy nur ein Viertel.

Preis ist nicht das Hauptkriterium

Der Preis ist übrigens nicht das Hauptkriterium für die Nutzung der Dienste, so Grabler. Zur Handyrechnung, bei der die Nutzer zurzeit im Durchschnitt monatlich 62 Euro (inklusive Grundgebühr) bezahlen, würden die Nutzer künftig auch noch 20 bis 30 Euro pro Monat für nützliche Dienste ausgeben. (Thomas Jäkle, Der Standard Printausgabe 22.3.2002)

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Manova

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