"Existenzsicherung für Flüchtlinge JETZT"

22. März 2002, 12:21
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Appell an das Innenministerium für menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen

"Ohne Dach über dem Kopf, nichts zu essen, keine medizinische Hilfe", so hat sich in den letzten Monaten die Situation für Flüchtlinge in Österreich verschärft. So kann es nicht weiter gehen. Um auf eine Änderung dieser katastrophalen Zustände zu drängen, schlugen am Freitag Vormittag MitarbeiterInnen von Flüchtlingsorganisationen einen Appell "Existenzsicherung für Flüchtlinge JETZT" an die Tore des Innenministers.

Menschenwürdige Versorgung für Alle

"Jede Nacht stehen in Österreich Flüchtlinge und AsylwerberInnen auf der Straße. Die Hilfsorganisationen sind nicht mehr in der Lage, sie unterzubringen und zu versorgen. Der Bundesminister für Inneres ist aufgefordert, seine gesetzliche Pflicht zu tun und diesen Menschen ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und medizinische Hilfe zu gewährleisten. Die Aufnahme in die Bundesbetreuung darf nicht weiter willkürlich erfolgen. Eine menschenwürdige Versorgung muss für ALLE Flüchtlinge garantiert werden."

Prominente UnterstützerInnen

"Es geht um ein warmes Bett, um eine Mahlzeit, und Gesundheitsversorgung für diese Menschen – und zwar sofort“, appelliert die Initiative "Existenzsicherung für Flüchtlinge" an den Innenminister. Unterstützt wird dieser Aufruf bereits von Persönlichkeiten, wie der Künstlerin Timna Brauer, dem Schriftsteller Josef Haslinger, dem Wein-Unternehmer Heinz Kammerer, dem Sozialwissenschafter Christoph Badelt, sowie der Musikgruppe Sofa Surfers. (red)

Unterstützung:
Die Initiative Existenzsicherung für Flüchtlinge ruft auf, den Appell zu unterstützen. Er kann unter
01/ 524 99 00
angefordert oder im Internet unter asyl.at unterstützt werden.

Weitere Informationen:
Einen EU-Vergleich, Fallbeispiele sowie Fotos von Flüchtlingen und der Aktion unter:
asyl.at/existenz/presse
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