Apple hebt Preise für iMacs an

22. März 2002, 14:00
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Computerhersteller reagiert auf gestiegene Bauteilpreise

Feldkirchen/Cupertino - Während PC-Hersteller sich weiter Preisschlachten liefern, hat der US-Computerbauer Apple die Preise für sein neuestes Modell erhöht: Für den futuristisch gestalteten iMac müssen nach Vorgabe der US-Zentrale ab sofort 100 Dollar (113,5 Euro) mehr verlangt werden, wie Apple Deutschland am Freitag in Feldkirchen mitteilte. Damit habe das Unternehmen auf gestiegene Zulieferer-Preise reagiert. Seit dem Marktstart des neuen iMac am 7. Jänner hätten sich die Speicherpreise verdreifacht, Flachbildschirme seien um 25 Prozent teurer geworden.

Während andere Hersteller die Ausstattung ihrer Rechner entsprechend abspeckten, habe sich Apple bei gleichbleibender Ausrüstung für eine Preiserhöhung entschlossen, erklärte der stellvertretende Apple-Marketing-Chef Philip Schiller am US-Sitz im kalifornischen Cupertino. Die offiziellen Preise für den iMac in Europa liegen jetzt bei 2.667 Euro für das Spitzenmodell mit DVD-Brenner und 2.029 Euro für das Einstiegsmodell, das nur über einen CD-Brenner verfügt.

Am Markt noch nicht bemerkbar

Am Markt, wo auch schon bisher teilweise unter den Vorgaben des Herstellers angeboten wurde, machte sich die Erhöhung zunächst nicht bemerkbar: Die Preise bewegten sich am Freitag bei den günstigsten Anbietern zwischen 2249 Euro für das Spitzenmodell und 1.699 Euro für den Einstiegs-iMac.

Nach Angaben von Apple-Chef Steve Jobs liefert das Unternehmen seit Jänner 125.000 iMacs aus, ohne jedoch damit die Kundennachfrage befriedigen zu können. Deshalb werde die Produktion nun aufgestockt. Apple will nunmehr weltweit täglich 5.000 iMacs ausliefern, um den Auftragsberg bewältigen zu können. Damit ist der neue iMac, dessen Form an eine Designer-Tischlampe erinnert, das populärste Modell in der Firmengeschichte des Unternehmens.

Ab sofort unterstützt Apple auch den Kurzstrecken-Funkstandard Bluetooth, der zur drahtlosen Kommunikation mit Handys, Taschencomputern, Druckern und anderen Geräten bis zu einer Entfernung von etwa zehn Metern dient. Die notwendige Software für das Betriebssystem Mac OS X wird kostenlos zum Download angeboten, ein Bluetooth-Adapter für die USB-Schnittstelle kostet 69 Euro. (APA/AFP)

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