"Heimatabend" der anderen Art

22. März 2002, 11:56
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Vier AutorInnen lesen in der Alten Schmiede aus Texten zu Heimat und Heimatlosigkeit

Wien- Das Literarische Quartier Alte Schmiede in der Wiener Schönlaterngasse veranstaltet am Montag (25.3., 19 Uhr) einen etwas anderen "Heimatabend": Die AutorInnen Leopold Federmair, Edith Dranhofer-Demar, Catalin Dorian Florescu und Laura Plozner van Ganz werden aus teilweise unveröffentlichten Manuskripten und Texten zu den Themen Heimat und Heimatlosigkeit lesen.

Leopold Federmair liest aus seinem noch unveröffentlichtem Manuskript "Scherbenhaufen", einem stark autobiografisch gehaltenen Text über 25 Jahre Unterwegssein. Der aus Wels stammende 45-jährige Autor und Übersetzer arbeitete viele Jahre als Lektor für deutsche Sprache in Ungarn und bereist seit 1989 regelmäßig Südamerika. Edith Dranhofer-Demar stellt die beiden Bücher "Hekabe" und "Hekate" vor, in denen sie sich mit ihrem Heimatland Kärnten auseinander setzt.

Seinen Debütroman "Wunderzeit" präsentiert der 1967 in Temesvar (Rumänien) geborene Schriftsteller Catalin Dorian Florescu, der heute in Zürich als Psychologe arbeitet. "Wunderzeit" beschreibt aus kindlicher Erzählperspektive die tragisch-absurden Lebensverhältnisse einer rumänischen Familie in den 70er Jahren unter der Diktatur Nicolae Ceaucescus sowie die keineswegs immer nur positiven Erfahrungen im westlichen Ausland. Lyrik aus dem gemeinhin unbekannten Tischlbongerischen - einer Verbindung zwischen dem Italienischen und dem Deutschen, die angeblich in einem einzigen Tal gesprochen wird - , ist für den Abschluss der Lesung angekündigt. Verfasserin der Gedichte ist Laura Plozner van Ganz, die in Timau, einer der zahlreichen Sprachinseln Südtirols, lebt. (APA)

Alte Schmiede, 1., Schönlaterngasse 9, 25.3., 19 Uhr, Eintritt frei.
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