Krach in der Holzindustrie - Gehaltskonflikt spitzt sich zu

22. März 2002, 11:19
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Zweite Verhandlungsrunde gescheitert

Wien - Der Gehaltskonflikt in der heimischen Holzindustrie spitzt sich zu. Die zweite Verhandlungsrunde für die rund 4.000 Angestellten in der Holzindustrie endete ohne Ergebnis, ein weiterer Verhandlungstermin wurde vorerst nicht vereinbart.

Während die Gewerkschaft eine reale Erhöhung der Ist-Gehälter verlangten, lag das Arbeitgeberangebot zuletzt deutlich unter der Inflationsrate, berichtet der zuständige Sekretär in der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Manfred Wolf. Die Verhandlungen gestalteten sich auch deshalb so schwierig, weil die Arbeitgeber Gespräche über arbeitsrechtliche Verbesserungen überhaupt verweigert hatten.

Seit gestern, Donnerstag, finden in einzelnen Betrieben Informationsversammlungen für die betroffenen Angestellten statt. Für die Woche nach Ostern, so Wolf, werden weitere Aktionen geplant. Kollektivvertragsabschlüsse unter der Inflationsrate und ohne arbeitsrechtliche Verbesserungen seien für die gesamte GPA völlig unakzeptabel, hieß es dazu in der Gewerkschaft. Die Arbeitnehmervertreter seien aber bereit, weitere Gespräche für einen akzeptablen Gehaltsabschluss zu führen. (APA)

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