Google zensierte Anti-Scientology-Websites

24. März 2002, 14:27
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Wegen Copyrightverletzungen – Mittlerweile wurde die Homepage der Operation Clambake wieder in den Index aufgenommen

Die bekannte Suchmaschine Google musste kurzfristig einige Seiten der Scientology-kritischen Sites"Operation Clambake" und ihrer Mirror-Server aus seinem Index löschen. Google reagierte damit auf Forderungen von Scientology. Scientology beruft sich dabei auf den Digital Millenium Copyright Act (DMCA). Dieser besagt, dass Anbieter, die von Copyright-Verletzungen Kenntnis erhalten, diese unterbinden müssen.

Brief veröffentlicht

Der Betreiber der betroffene Website "Operation Clambake" hat den entsprechenden Brief von Google im Internet veröffentlicht. Darin wird erklärt, dass die genannten URLs aus dem Google-Index entfernt wurden, weil diese gegen geltendes Urheberrecht verstoßen würden. Genauerer Angaben dazu wurden allerdings nicht gemacht.

Wieder da

Mittlerweile wurde die Homepage der Operation Clambake wieder in den Index aufgenommen. Sucht man bei Google den Begriff "Scientology", erscheint ein Verweis auf die kontroverse Seite an vierter Stelle. Ähnliche betroffene Seiten sind allerdings immer noch nicht zu finden.

Auswirkungen auf das Internet

Der Scientology-Kritiker Keith Henson drückt in einem Kommentar seine Befürchtungen für die weitere Entwicklung des Internets aus. Er befürchtet, dass in Zukunft noch viele Seiten aus dem Google-Index verschwinden werden, weil diese in den Augen der Copyright-Besitzer eine Urheberrechtsverletzung darstellen.

Die Tricks der Sekte

Schon seit einiger Zeit sei zu beobachten, so Henson, dass bei dem Suchbegriff Scientology keine kritischen Sites unter den ersten Treffern erschienen. (red)

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