USA wollen heikle Internet-Infos zu Waffen sperren

22. März 2002, 11:14
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Schritt mit Hinweis auf Erfahrungen des 11. September erklärt

Ministerien und Ämter in den USA sollen auf ihren Internet-Seiten alle heiklen Informationen über Massenvernichtungswaffen löschen, die von mutmaßlichen Extremisten für terroristische Zwecke genutzt werden könnten. In am Donnerstag bekannt gewordenen internen Memoranden forderte der Stabschef des Präsidialamtes, Andrew Card, eine sofortige Überprüfung aller Veröffentlichungen "ungeachtet des Alters", die bei der Entwicklung oder Nutzung von Massenvernichtungswaffen behilflich sein könnten.

Kritik

Kritiker erklärten, damit könne die Regierung Tausende Berichte, Aufzeichnungen und Papiere zurückziehen, die schon seit Jahren der Öffentlichkeit zugänglich seien. Card empfahl auch, nicht mehr als geheim eingestufte Papiere wieder als "geheim" einzustufen. Er gab den Regierungsstellen 90 Tage für die Überprüfung Zeit und forderte Rückmeldung.

Sorgfalt

Präsidentensprecher Ari Fleischer verteidigte den Schritt mit Hinweis auf die Erfahrungen des 11. September. Alle Regierungsstellen würden nun sorgfältiger mit dem Material umgehen, und er hoffe, dass die Privatwirtschaft dem Beispiel bald folgen werde. (APA/Reuters)

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