Mobilcom und andere UMTS-Anbieter sollen verschmelzen

22. März 2002, 11:03
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France Telecom strebt Zusammengehen mit anderen deutschen Lizenznehmern an

Der französische Telefonriese France Telecom will nun offenbar doch kein eigenständiges UMTS-Geschäft in Deutschland aufbauen. Er strebe ein Zusammengehen der Mobilcom AG mit einem der anderen kleinen UMTS-Lizenznehmer in Deutschland an, sagte Konzernchef Michel Bon in dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). France Telecom ist mit 28,5 Prozent an Mobilcom beteiligt und kann mit seiner Finanzkraft den Kurs des Unternehmens bestimmen.

Keine Chance

Aus den sechs deutschen UMTS-Lizenznehmern müssen seiner Ansicht nach maximal vier werden, sagte Bon. "Gegen die beiden großen Mobilfunkanbieter T-Mobile und Vodafone haben die Kleinen auf Dauer keine Chance." Er könne sich für Mobilcom eine Allianz mit jedem der drei kleineren Anbieter E-Plus, Viag Interkom und Quam vorstellen.

Lizenzauflagen

Bisher verhindern die Lizenzauflagen eine solche Fusion. Bis zur Marktbereinigung will France Telecom bei Mobilcom gerade noch so viel in den UMTS-Netzausbau investieren, dass die Lizenz erhalten bleibt. Seit Wochen tragen der Mobilcom-Gründer und -Chef Gerhard Schmid und die France Telecom einen heftigen Streit über die Strategie für den UMTS-Mobilfunk aus. (APA)

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