Einkommen in Textilindustrie steigen

22. März 2002, 11:59
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Neuer Kollektivvertrag ausgehandelt - 2,2 Prozent mehr - Einigung nach massiven Protesten in den Unternehmen

Wien - Nach langen schwierigen Verhandlungen einigten sich die Sozialpartner für die rund 17.000 Beschäftigten in der heimischen Textilindustrie auf einen neuen Kollektivvertrag. Die Ist-Löhne werden per 1. April um 2,2 Prozent, die kollektivvertraglichen Mindestlöhne um 2,6 Prozent angehoben; die Lehrlingsentschädigungen steigen um 2,2 Prozent.

Den Lohn- und Gehaltsverhandlungen der Textilindustrie wurden heuer erstmals gemeinsam mit der Metallergewerkschaft geführt. Die erste Verhandlungsrunde wurde abgebrochen, da die verhandelnden Gewerkschaften Metall-Textil und die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) das Angebot der Unternehmer als unzureichend abgelehnt hatten. In der Folge wurden in den Unternehmen Betriebsversammlungen abgehalten. Erst auf Grund der vielen Unmutsäußerungen in den Betrieben waren die Arbeitgebervertreter gestern bereit, ihr Angebot aufzubessern.

Im Vorjahr hatten sich die Sozialpartner für die Beschäftigten in der Textilindustrie auf eine Erhöhung der Mindestlöhne und -gehälter um 2,7 Prozent und der Ist-Gehälter um 2,4 Prozent geeinigt. (APA)

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