Gegen "allgemeine Konfusion"

22. März 2002, 20:26
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Chirac lehnt TV-Debatte mit allen Präsidentschafts- kandidaten ab

Paris - Vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich wird es kein TV-Duell mit allen Kandidaten geben. Eine solche Fernsehdebatte würde nur zur "allgemeinen Konfusion" beitragen, erklärte der Kampagnenstab von Präsident Jacques Chirac am Donnerstagabend in Paris. Der wichtigste Herausforderer Chiracs, Premierminister Lionel Jospin, wollte hingegen an einer solchen Debatte teilnehmen.

Angeregt hatte die TV-Debatte der Kandidat der Zentrumsdemokraten (UDF), Ex-Erziehungsminister Francois Bayrou, der eine Benachteiligung in den Medien aller anderen Kandidaten gegenüber dem Sozialisten Jospin und dem Neogaullisten Chirac beklagt. Die erste Runde der französischen Präsidentschaftwahl findet am 21. April statt. Am 5. Mai gibt es dann eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten.

Jospin kann auf prominente Unterstützung zählen: Wie das Wahlkampfteam des Regierungschefs am Donnerstag in Paris bekannt gab, zählen zu 750 Persönlichkeiten, die den Premier unterstützen, die Schriftstellerin Benoite Groult ("Salz auf unserer Haut") und die Schauspielerin Annie Girardot (Film-Mutter von Isabelle Huppert in "Die Klavierspielerin"). Dem begeisterten Sport-Fan Jospin sagten auch der Eiskunstlauf-Olympiasieger von Salt Lake City, Gwendal Pezerat, sowie die Kapitäne der Nationalteams im Rugby, Fabien Galthie, und im Frauen-Basketball, Yannick Souvre, ihre Unterstützung zu. (APA)

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