A1 ist "Goldesel" für Telekom

22. März 2002, 19:13
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Der Konzernumsatz ging um 5,5 Prozent auf 2,66 Milliarden Euro zurück

Wien - Was seit Wochen lanciert wurde, ist seit Freitag offiziell: Die Bilanz 2001 der Telekom Austria (TA) sieht nicht so grimmig aus, wie noch vor einem halben Jahr erwartet. Und: Sie wurde wieder von der Mobilfunktochter Mobilkom gerettet.

Nach vorläufigen Zahlen stieg der Gruppenumsatz (inklusive gesamter Mobilkom) gegenüber 2000 von 3,897 auf 3,944 Milliarden Euro. Insbesondere mit dem Gruppen-Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation (Ebitda), das von 1,061 auf 1,473 Mrd. Euro stieg, hat die TA die Erwartungen der Analysten übertroffen. Einziger Wermutstropfen: Die Kosten für freigestellte Mitarbeiter in Höhe von 49,9 (7,6) Mio. Euro sind darin nicht enthalten. Diese liegen laut TA allerdings um 13,6 Mio. Euro unter den eigenen Erwartungen.

Konzernumsatz rückläufig

Etwas weniger rosig sieht es beim konsolidierten Konzern- umsatz (inklusive Mobilkom-Anteile) aus: Dieser brach um 5,5 Prozent ein. Das Konzern-Ebitda (exkl. der Kosten für die Personalrestrukturierung) stieg im Gegenzug um 44,8 Prozent auf 903,7 Mio. Euro. Fazit: Die TA hat nicht nur Tausende Mitarbeiter eingebüßt, sondern auch Millionen von Sprachminuten im Festnetz. Der Marktanteil fiel auf 56 Prozent zurück.

Festnetz- und Internetoffensive

Wie sehr die TA in Festnetz tatsächlich zurückgefallen ist, wird in der Bilanzpressekonferenz am 9. April zeigen. Ein Trost für die Aktionäre: Die TA hat bereits eine Marktoffensive im Festnetz und Internet gestartet, um die - offensichtlich zu erfolgreiche private - Konkurrenz wieder zurückzudrängen.

Für den "Goldesel" Mobilkom Austria, an der Telecom Italia über ihre GSM-Tochter Tim 25 Prozent plus eine Aktie hält, wies die TA ein Umsatz von 1,71 (nach 1,50 im Jahr 2000) Mrd. Euro aus. Das Ebitda von A1 stieg von 436,6 auf 571,3 Mio. Euro. (ung, DER STANDARD, Printausgabe 23.3.2002)

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