Banken erwägen Einstieg bei Kirch

21. März 2002, 19:00
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Laut "Süddeutscher" auch Rückkaufaktion im Gespräch

Die wichtigsten Hausbanken der Mediengruppe Kirch erwägen angeblich, sich an dem Konzern zu beteiligen und damit die Kernbereiche des Unternehmens zu retten. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" prüfen die Geldinstitute derzeit, ob sie auf dem Wege einer Kapitalerhöhung als Gesellschafter bei Kirch Media einsteigen. Im Gespräch sei auch eine Rückkaufaktion, mit der Kirch die Anteile später wieder erwerben könne.

Laut "Süddeutscher Zeitung" geht es offenbar darum, das Kerngeschäft des Unternehmens mit der Senderfamilie ProSieben, Sat1 und Kabel1 sowie den Film- und Sportrechtehandel zu erhalten. "Unser Vorschlag an die Banken lautet, bei Kirch Media einzusteigen", zitiert das Blatt einen Kirch-Manager. Mehrere Banker hätten bestätigt, dass dies eine Option sei, die gegenwärtig erörtert werde. Ein Spitzenbanker habe gesagt: "Wenn wir uns in den Banken untereinander einigen, könnte es funktionieren." Entschieden sei jedoch noch nichts.

Laut "Süddeutscher Zeitung" braucht der Kirch-Konzern in diesem Jahr mindestens 500 Mill. Euro, um liquide zu bleiben. Insgesamt hat die Gruppe 7,2 Mrd. Euro Schulden. (APA/AP)

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